„New Work“ ist ein Schlagwort das gar nicht mehr so neu ist, aber gekommen ist um zu bleiben – und um das bisherige System „Arbeit“ zu pensionieren. Spätestens nach zwei Jahren Pandemie ist ein Großteil unserer Gesellschaft angekommen im global-digitalen Zeitalter, das völlig neue Anforderungen an unsere Arbeitsplätze, Arbeitgeber und deren Image hat. Aber was versteht man eigentlich unter New Work?

Das Ende traditionell-hierarchischer Arbeitsorganisation

Eingeleitet durch die industrielle Revolution hielten Arbeitsteilung und Standardisierung in unserem Alltag Einzug und hatten immer höhere Effizienz zur Folge. Körperlich anstrengende Arbeiten konnten zudem in den letzten Jahrzehnten immer stärker durch Maschinen und Roboter übernommen werden und dank des technologischen Fortschritts können heute zunehmend Routinearbeiten mittels Big Data und Künstlicher Intelligenz immer weiter optimiert werden. Das Credo unserer Zeit ist es, Arbeitsprozesse noch schneller und dynamischer werden zu lassen.

Nur das kreative Arbeiten und die Innovationsfähigkeit können noch immer nicht rationalisiert werden, sie bleiben weiterhin den Menschen in Organisationen vorbehalten und deren Sehnsucht nach Sinn, Selbstbestimmtheit und Freiheit im Job. Diese treiben den Strukturwandel in der Arbeitswelt voran und so könnte man „New Work“ als Überbegriff für eine neue, bessere weil nachhaltigere Form des Arbeitens sehen.

Alter Hut im neuen Kleid?

Bei New Work geht es aber nicht nur um fancy Großraumbüros mit Begegnungszonen und einer lässigen Betriebskantine, oder mehr Möglichkeiten und Freiheiten für flexibles Arbeiten – Stichwort „Home Office“ – sondern vielmehr auch um Führung auf Augenhöhe, die aber nicht zwangsläufig hierarchiefrei sein muss. Konservative Arbeitsweisen weichen einer selbstbestimmten Arbeitskultur. New Work ist ein mitarbeiterzentriertes Arbeiten, bei dem die Führungsaufgaben im Ermöglichen neuer Wege für Kreativität, Innovation und Entwicklung, sowie im Ausgleich verschiedener Interessen in einer Organisation liegen. Veränderungen von Strukturen und Prozessen können nicht von oben auferlegt werden sondern brauchen vor allem  inneren Transformation, das Reifen und Wachsen von Mitarbeiter*innen und Teams, so dass sie ihre komplexe, flexible Außenwelt kompetenter, sicherer und glücklicher gestalten können.

Eine Gesellschaft in der alles alles stärkt

Begründet wurde der Begriff New Work von Dr. Frithjof Bergmann, der sich bereits in den 80er Jahren mit der philosophischen Frage der menschlichen Freiheit des Einzelnen beschäftigt hat und das bisherige Arbeitssystem mit festen Hierarchien, Arbeitsteilung und Zeitstrukturen am Ende angekommen sah. Laut Bergmann ist „falsche Arbeit“ für den Mensch eine milde Krankheit, die idealerweise irgendwann vorübergeht. „New Work“ – richtige Arbeit hingegen, verleiht Kraft und Energie und unterstützt den Mensch bei seiner Entwicklung – sie ist eine Erlösung, das was die Welt jetzt braucht. Arbeit und Aufgaben die wir wirklich wollen und eine Kultur, die uns nachhaltig stärkt – in Frithjofs Worten: Eine Gesellschaft in der alles alles stärkt. New Work als Zukunftsversprechen, das den individuellen Ansprüchen vieler gerecht werden möchte. Es beginnt mit der Frage, was man wirklich machen will. Es ist eine Kombination aus Selbstverwirklichung, Selbstbestimmung und Selbstgenügsamkeit.

Der Unterschied macht den Unterschied

Doch wie setzt eine Organisation die Segel richtig, wenn der Wind der Veränderung weht? Leider gibt es dazu keine Schritt-für-Schritt-Anleitung, aber eines ist klar: Die Zusammenarbeit im Unternehmen wird gerade in Zeiten der physischen Distanz immer wichtiger. Durch den rapiden technologischen Wandel verkürzt sich die Halbwertszeit von Wissen immer mehr und kann kaum noch von einer einzelnen Person abgedeckt oder gar „verwaltet“ werden. Hierfür liefern agile New Work Ansätze wie etwa „Holokratie“ mit dem Rollen- und Kreismodell Lösungen, die es erlauben durch innovative Formen der Zusammenarbeit mehr Wissen zu generieren und auch zu halten und so neue, bessere Ergebnisse erzielen.
Unsere Beratungsarbeit mit vielen Unternehmen und das Erleben des Change-Prozesses in der eigenen Organisation haben uns gezeigt, dass erfolgreiche Veränderung nie rein bottom-up oder top-down, sondern in einem gemeinsamen Prozess erfolgt. Für jedes Unternehmen ist aber ein individueller, den Werten und der Kultur entsprechender Weg zu wählen.

Gekommen um zu bleiben ist somit auch der „War for Talent“, der sich durch den massiven Fachkräftemangel zugespitzt hat. Die Anforderungen an die Arbeitgeber steigen und es sind jene Unternehmen, die ihren Mitarbeitenden sinnvolles Arbeiten und Identifikation ermöglichen, die besondere Talente gewinnen und auch halten können.

Wir haben die besten Mitarbeitenden und suchen noch mehr!

Bei dieser Gelegenheit: wir schätzen uns glücklich in den Unternehmen der CONENGA Group ein buntes Team grandioser Persönlichkeiten zu haben.

Damit wir auch erfolgreich für die Herausforderungen der Zukunft und den beständigen Wandel gerüstet sind, suchen wir immer wieder Talente, die gerne verschiedene Rollen und spannende Aufgaben im Rahmen einer erfüllenden Tätigkeit als Teil der CONENGA Group übernehmen möchten.

Hier gehts zu Deiner Karriere…

 

Quellen, Inspiration und weiterführende Links